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7. 11. 1945
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Wiedereröffnung der Evangelischen Volksschule Emsdetten im Gebäude an der Josefstraße durch Fräulein Liebenberg. 64 Kinder, die aus 30 verschiedenen Klassen zusammenkommen, werden in einer Klasse unterrichtet. |
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In der Nachkriegszeit wächst durch Ausweisung und Flucht die Schülerzahl ständig, so dass in der Folgezeit immer wieder Raum- und Personalmangel herrscht. Von Dezember 1945 bis Mai 1946 steigt die Schülerzahl von 64 auf 84. Zum Thema „Aufnahme und Integration von Heimatvertriebenen nach dem 2. Weltkrieg in Emsdetten“ gibt es eine umfassende Staatsexamensarbeit von Mechtild Vietmeier geb. Teuber aus dem Jahre 1982, die im Archiv der Stadt Emsdetten eingesehen werden kann. |
1946 |
„Ich selber wurde 1946 eingeschult bei Frl. Liebenberg. In der Zeit wohnte Familie Eickholz noch im Schulgebäude. … Es war eine unruhige Zeit, in der es viele andere Dinge gab, um zu überleben.“ aus einem Brief von Herrn Ernst Denner vom 20. 9. 2009 |
1. 5. 1946 |
Lehrer Wilhelm Paaschen kommt zurück nach Emsdetten und übernimmt die kommissarische Leitung der evangelischen Schule. „Die 64 Kinder, die aus 30 verschiedenen Klassen zusammenkamen, konnten sich nur schwer an die andersgerichtete Arbeit einer einklassigen Schule gewöhnen. Die Schwierigkeiten der Nachkriegszeit wirkten sich auf die Schule aus. Es gab keine Lehrbücher und kein Schreibmaterial.“ (aus MZ vom 20.12.1958) |
Ostern 1947
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Mai 1946 bis Oktober 1946: Die Schülerzahl steigt von 84 auf 174 Kinder. Es müssen 4 Klassen gebildet werden (jeweils ein 1. und 2. Jahrgang, eine Kombinationsklasse 3./4. Jahrgang, eine Klasse 5. – 8. Jahrgang). Eine dritte Planstelle wird eingerichtet: Lehrer Alfred Goßlau tritt den Dienst an. In einem Raum werden zum Teil 62 bzw. 72 Kinder untergebracht. |
Juli 1947
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Die Schülerzahl steigt auf 220. Eine 4. Planstelle wird eingerichtet. Lehramtsanwärter Joachim Hofmann übernimmt den 2. Jahrgang. |
Dezember 1947 |
Lehrer Goßlau stirbt an einer Lungenentzündung. Durch sein Ableben im Dezember 1947 ergab sich die schwierige Lage, daß drei Lehrkräfte 245 Kinder in Vor- und Nachmittagsstunden unterrichteten. |
Juni 1948 |
Lehrerin Thomas aus Rheine kommt; es unterrichten somit 4 Lehrkräfte in 5 Klassen und in 2 Räumen (Schichtunterricht).
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Herbst 1948
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Lehrerin Thomas geht am 1. 10. 1948 zurück an ihren Wohnort Rheine. Als Ersatz kommt am gleichen Tag Lehrer Gustav Wichmann. Die Raumnot bleibt, die Kinderzahl steigt weiter. |
20. 12. 1948 |
Hauptlehrer Heinz Docken kommt als 5. Lehrkraft an die Schule, die inzwischen 6-klassig geworden ist. Wegen der Raumprobleme werden der Schule nachmittags 2 Klassenräume in der Wilhelmschule zur Benutzung überlassen. |
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1948/49
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Die evangelische Schule kann die Baracke am Dorfgraben (1928 als Kreisberufsschule eingerichtet) nutzen. Dennoch gibt es weiterhin Nachmittagsunterricht, weil 265 Kinder in 6 Klassen in nur 3 Klassenräumen unterrichtet werden müssen. |
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April 1950 |
In der Baracke am Dorfgraben wird ein zusätzlicher Klassenraum eingerichtet (bisher Wohnraum). Somit gibt es am Dorfgraben 2 Klassenräume, einen Vorraum, ein Lehrer- und ein Lehrmittelzimmer. Mit den Räumen an der Josefstraße gibt es für die Evangelische Volksschule 4 Klassenräume. |
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15. 12. 1950 |
Herr Docken wird als Hauptlehrer und Schulleiter eingeführt. |
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15.5.1953 |
Versetzung von Lehrer Hofmann nach Münster; der Ersatzlehrer Altekrüger bleibt nur 2 Wochen, danach kommt Fräulein Wargenau. Wieder Zuwachs der Schülerzahlen (bis auf 270) Im Dezember erhält die Schule einen Raum in der neuen Kirche (Martin-Luther-Kirche) als „3. Filiale“. „63 Prozent der Kinder kamen aus Flüchtlingsfamilien, die zum Teil in katastrophalen Wohnverhältnissen lebten. Nicht selten mußte eine Familie in nur einem Raum von wenigen Quadratmetern leben. Auf engstem Raum wurde die Schulspeisung durchgeführt. Wegen Typhus, spinaler Kinderlähmung und Ruhr mußte die Schule wiederholt geschlossen werden.“ (aus: MZ vom 20.12.1958) |
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19. 12.53 |
50-jähriges Jubiläum im Gebäude an der Josefstraße |
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Januar 1954 |
Fräulein Edith Krämer (Hoenes) kommt als 6. Lehrkraft an die Schule |
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Mai 1955 |
Versetzung von Frl. Krämer nach Borghorst, neue Lehrkraft ist Herr Kipp. Als weiteren Unterrichtsraum erhält die Schule den Konfirmandensaal in der Gustav-Adolf-Kirche |
22. 2. 1956 |
Die Baracke am Dorfgraben brennt ab. „Durch Entgegenkommen der Stadtverwaltung wurde aber auch diesmal, wenigstens räumlich gesehen, Abhilfe geschaffen. Zwei Klassen wurden in Schulungsräumen der Freiw. Feuerwehr im Gerätehaus untergebracht, eine Klasse in der angrenzenden Buckhoffschule. Ergaben sich auch unterrichtsmäßig und organisatorisch durch die vier getrennt liegenden Unterrichtsorte (alte Schule, Buckhoffschule, Martin-Luther-Kirche und Feuerwehrgerätehaus) neue Schwierigkeiten, so hatte die neue Umstellung wenigstens den einen Vorteil, daß die einzige „Wanderklasse“ (Nachmittagsunterricht) aufgelöst werden konnte. Wieder Erteilung von Nachmittagsunterricht.“ (aus: MZ vom 20.12.1958) |
1956/57 |
Herr Kipp zieht in die Nähe von Lengerich, Fräulein Liebenberg wird nach Münster versetzt. Neu kommen: Frau Kärcher und Frl. Münnich. Erstmals erscheint in der Schulchronik der Name: Frau Schomaker |
1957/58 |
Die Buckhoffschule stellt einen Klassenraum zur Verfügung (dadurch: kein Schichtunterricht mehr). Am 1. 10. 1957 beginnen die Arbeiten am An- und Umbau des Progymnasiums, am 13. 1. 1958 findet das Richtfest für die neue „Paul-Gerhardt-Schule, Evangelische Volksschule“ statt. |
1958/59 |
Die Buckhoffschule stellt einen zweiten Klassenraum zur Verfügung. Längere Erkrankung von Frl. Münnich: Vertretung übernehmen Herr Konrektor i.R: Real und Herr Lehrer i.R. Arendt (beide vorher an der Wilhelmschule). Herr Paaschen wird auf eigenen Wunsch nach Rheine versetzt, Frl. Schnier tritt am 1. 12. 1958 ihren Dienst an, Herr Wichmann tritt in den Ruhestand (hilft aber noch ein Jahr aus). Frau Kärcher zieht am 1. 4. 1959 nach Stuttgart. |